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Salvatore Accardo

Salvatore Accardo

Salvatore Accardo spielte sein Konzertdebüt im Alter von 13 Jahren mit Paganinis berühmten Capricen. Zwei Jahre später gewann er den Genfer Violinwettbewerb und den Paganini-Wettbewerb in Genua. Sein Repertoire reicht vom frühen Barock bis zur Gegenwart; Komponisten wie Sciarrino, Donatoni, Piston, Piazzolla, Colasanti oder Xenakis schrieben Auftragswerke für ihn. Neben seiner Konzerttätigkeit mit führenden Orchestern und Dirigenten auf der ganzen Welt gibt Accardo auch Solo-Konzerte und widmet sich mit besonderer Hingabe der Kammermusik. Er ist Gründer des Accardo Quartets und der Walter Stauffer Academy.

Accardo ist auch als Operndirigent aktiv: anlässlich des 200. Geburtstags Rossinis dirigierte er beim Pesaro Festival und in Rom die erste moderne Fassung der Messa di Gloria (live aufgezeichnet), die er später auch in Wien mit den Wiener Symphonikern aufführte. Seine Diskographie umfasst Aufnahmen mit DGG, Philips, ASV, Dynamic, EMI, Sony Classical, Collins Classic und Foné.

Mit dem Abbiati-Preis wurde Accardo von den Musikkritikern Italiens für die herausragende Qualität seines Spiels und seiner Interpretationen ausgezeichnet. Zudem erhielt er die höchste Auszeichnung Italiens, das Cavaliere di Gran Croce (Großkreuz). Das Musikkonservatorium in Peking ernannte ihn zum ›ehrenwertesten Professor‹, in Monaco wurde er zum Commandeur dans l’ordre du mérit culturel ernannt und in New York erhielt er den A Life for the Music Award und die Goldmedaille der Künste am Kennedy Center.

Accardo gründete das Orchestra da Camera Italiana mit den besten Studierenden der Stauffer Academy und spielte mit ihnen sämtliche Violinkonzerte Paganinis ein (EMI Classics). Weitere Aufnahmen des Orchesters umfassen das Concerto per la Costituzione und Piazzollas Werke für Violine in drei SACDs (Foné). Er realisierte eine zweite Einspielung von Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo sowie eine dritte Einspielung von Paganinis 24 Capricen (Urtext) und von Vivaldis Vier Jahreszeiten mit OCI (Urtext). Salvatore Accardo spielt auf der Guarneri del Gesù ›Hart‹ aus dem Jahr 1730.

 

  (Stand 2018, Quelle: Salvatore Accardo)