Noch Tage...

Vorauswahljury 2015

 

Radu Blidar


Radu Blidar ist ein französischer Violinist rumänischer Abstammung. Der international bekannte Solist und Pädagoge ist Gründer und Leiter des Internationalen Vibrarte Musikwettbewerbs in Paris.

Nach seinem Konzertdebüt im Alter von 12 Jahren spielte Blidar unter anderem in New York (Lincoln Center), London (Barbican Centre, Royal Festival Hall), Paris (Cité de la Musique, Maison de Radio France, Musée d’Orsay, Salle Gaveau, Théâtre du Châtelet), Salzburg (Mozarteum) sowie in Belgien, der Tschechei, Deutschland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, Polen, Spanien, der Schweiz, Südafrika, Japan und Südkorea. 

Seine Ausbildung absolvierte Radu Blidar in Rumänien, in Österreich sowie am französischen Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Er gewann zahlreiche internationale Violinwettwbewerbe. 1993 wurde er vom Europäischen Rat und der Juventus Foundation zum Nachwuchsviolinisten des Jahres gewählt. Im darauffolgenden Jahr gewann er den Preis der Fondation de France, gefolgt von den Ehrenpreisen Musique Française (1997) und Musique de Chambre (1999).

Blidars erfolgreiches Debüt-Album enthält Einspielungen zeitgenössischer Stücke und Erstveröffentlichungen von Auftragswerken.

Radu Blidar unterrichtet am Royal College of Music in London. Viele seiner früheren und derzeitigen Schüler konnten sich als Gewinner von internationalen Wettbewerben einen Namen machen und sind Mitglieder in Spitzenorchestern.

Blidar spielt mehrere Violinen, darunter eine Stradivari aus dem Jahr 1714.

zurück zu ›Vorauswahl-Jury‹

 

Vilmos Szabadi


Vilmos Szabadi studierte bei Ferenc Halász an der Franz Liszt Academy of Music in Budapest. Nach Abschluss seines Studiums wurde er als jüngster Absolvent der Hochschule als Dozent eingestellt. Zu seinen Lehrern zählten Sándor Végh, Ruggiero Ricci und Loránt Fenyves.

1982 gewann Szabadi den ersten Preis (mit Auszeichnung) des Hungarian Radio Competition, gefolgt vom ersten Preis des ›Jenõ Hubay‹ Wettbewerbs in Budapest im darauffolgendem Jahr. 1985 gewann er den 3. Preis des ›Jean Sibelius‹ Wettbewerbs in Finnland und wurde seither mehr als hundertmal zu Aufführungen und Meisterkursen nach Finnland eingeladen.

Als international bekannter Konzertsolist machte sich Szabadi im Jahr 1988 einen Namen, als er von Sir Georg Solti eigeladen wurde, Bartóks 2. Violinkonzert auf dem Bartók Festival in der Royal Festival Hall in London darzubieten. Er stand seither mit Dirigenten wie Solti, Abbado, Simonov, Ceccato, Nelson, Berglund, Haenchen, Adam oder Ivan Fisher auf der Bühne. Zudem ist er für seine Aufnahmen mit der BBC, Radio Classique (Frankreich), dem NDR und zahlreichen anderen TV- und Radiosendern bekannt. Als wohl berühmtester Soloviolinist Ungarns tritt Szabadi regelmäßig in seinem Heimatland und auf den großen Bühnen der Welt auf. 

Vilmos Szabadi gibt weltweit Meisterkurse, unter anderem in Japan, Singapur, den Vereinigten Staaten, Österreich und Griechenland. Seine Diskographie umfasst momentan 59 Einspielungen mit verschiedenen Labels. Als Juror ist er bei zahlreichen internationalen Wettbewerben tätig, zuletzt in Singapur im Jahr 2015. Eine besondere Ehrung wurde ihm 1992 zuteil, als er von Prinz Charles für einen Auftritt zu Ehren von Sir Georg Soltis 80. Geburtstag in den Buckingham Palace eingeladen wurde. 

Szabadis Einspielungen von Dohnányis Violinkonzerten und Bartóks Violinsonaten wurden 1999 bzw. 2002 beim MIDEM Festival in Cannes ausgezeichnet. 

2012 erhielt er als Musiker des Jahres in Ungarn den ›PRIMA‹ Preis. Bereits 1993 verlieh ihm die ungarische Regierung den ›Franz Liszt‹ Preis.

Vilmos Szabadis spielt eine Laurentius Storioni Violine (1778 in Cremona gebaut), welche zur Ungarischen Staatssammlung gehört. 

zurück zu ›Vorauswahl-Jury‹

 

Pavel Vernikov


Pavel Vernikov nahm bei David Oistrach und Semyon Snitkowsky Unterricht und ist bereits seit über 20 Jahren als Geigenvirtuose bekannt. Er gewann unter anderem den Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und den Grand Prix des Internationalen Violinwettbewerbs ›Vittorio Gui‹ in Florenz. Er spielte bereits im Concertgebouw in Amsterdam, in der Carnegie Hall und im Kennedy Center in New York, in der Wigmore Hall in London, der La Salle Gaveau in Paris, der Mailänder Scala und der Santa Cecilia in Rom.

Seit nunmehr 30 Jahren ist Vernikov Mitglied des Tschaikowsky-Trios.

Zu Vernikovs künstlerischen Partnern zählen Sviatoslav Richter, James Galway, Alain Meunier, Patrick Gallois, Maria Tipo, Natalia Gutman, Oleg Kagan, Yuri Bashmet, Elisso Virsaladze, Christian Zimmermann, und Anthony Pay. Er eröffnete die ›Russian Academy of Higher Learning‹ in Portogruaro und war als künstlerischer Leiter für zahlreiche Festivals tätig, darunter das Gubbio Music Festival, das Dubrovnik Chamber Music Festival und das Eilat Chamber Music Festival.

Vernikov ist zudem ein gefragter Pädagoge und gibt internationale Meisterkurse. Er wird regelmäßig als Juror für internationale Musikwettwerbe berufen (u. a. Szigeti, Kreisler, Gui, ARD Musikwettbewerb, Sendai (Japan), Budapest, Sarasate, Wieniawski).

Pavel Vernikov hat bereits zahlreiche Aufnahmen mit den Labels RCA, Ondine und Dynamic eingespielt.

Er dozierte als Professor am Conservatoire national supérieur de musique de Lyon und ist derzeit Professor am  Wiener Konservatorium und an der Haute Ecole de Musique de Lausanne (Site de Sion).

Im Jahr 2013 wurde er künstlerischer Leiter des Sion Festivals in der Schweiz.

Vernikov spielt die wunderschöne Guadagnini (Ex-Contessa Crespi, Ex-Brengola) Piacenza 1747, Eigentum der Fondazione Pro Canale of Milan.

zurück zu ›Vorauswahl-Jury‹

 

Krzysztof Wegrzyn

Der künstlerische Leiter des ›Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover‹, Krzysztof Wegrzyn, ist zugleich der Initiator dieses herausragenden Musikereignisses in Niedersachsen. Krzysztof Wegrzyn wurde in Danzig geboren und absolvierte seine Ausbildung in Warschau, Freiburg im Breisgau und London. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er durch die Zusammenarbeit mit Zenon Brzewski, Wolfgang Marschner, Yfrah Neaman und Dorothy DeLay. 

Krzysztof Wegrzyn war langjähriger Erster Konzertmeister des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und ist seit 1993 Professor und seit 2012 auch Vizepräsident an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seine Geigenklasse ist weit über nationale Grenzen hinaus bekannt, viele seiner Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und Mitglieder führender Orchester.

Krzysztof Wegrzyn ist selbst Preisträger renommierter internationaler Wettbewerbe wie Louis Spohr und Montreal sowie Sieger der Karol Szymanowski- und Rodolfo Lipizer-Violinwettbewerbe. Noch heute führen ihn Konzertauftritte regelmäßig ins In- und Ausland, wobei er neben dem Standardrepertoire besondere Verdienste um die Werke von zeitgenössischen Komponisten wie Lutoslawski, Ligeti, Nono, Schnittke, Pärt und Penderecki erworben hat.

Die Leitung von Meisterklassen in Europa, den USA und Asien ist ein weiterer Schwerpunkt seiner künstlerisch-pädagogischen Arbeit, u. a. in Holland Music Sessions, Ishikawa Music Academy, Keshet Eilon, Great Mountains Music Festival sowie Konservatorien in Seoul, Shanghai, New York und Tokio. Darüber hinaus wird Krzysztof Wegrzyn regelmäßig in internationale Jurys berufen, wie zuletzt zu den Tschaikowski-, Kreisler-, Paganini-, ARD- und Sendai-Wettbewerben.

Seit vielen Jahren engagiert er sich für die Kammermusik und ist Gründer des Ensembles ›il gioco col suono‹. 2004 wurde Krzysztof Wegrzyn der Musikpreis des Landes Niedersachsen für seine Verdienste um das Musikleben verliehen.   (Stand 2012)

zurück zu ›Vorauswahl-Jury‹