Noch Tage...

Arvo Pärt

Geboren wurde der estnische Komponist 1935 in Paide; bis 1963 war er Schüler von Heino Eller am Konservatorium von Tallin, wo er die ersten estnischen Zwölftonstücke schrieb. 1964 begann eine Reihe von Collage-Kompositionen, in denen er zunächst zwölftönig, später auch aleatorisch bestimmte Klangstrukturen mit zunehmender Radikalität gegen Stilkopien und direkte Zitate alter Musik setzte, um die Distanz, später dann die Unvereinbarkeit der Musikauffassungen zu zeigen. 

Die Beschäftigung mit der Musik des Mittelalters führte ihn zu seiner als ›tintinnabuli-Stil‹ bezeichneten Kompositionsmethode. Dreiklang und Tonleiter werden als ein Ineinander von ›stasis‹ (Sein, Beharrung, Ruhe) und ›dynamis‹ (Werden, Bewegung, Störung) in einer Art ›Ursatz‹ verbunden.

Nicht Virtuosität steht im Vordergrund, sondern Klarheit, handwerkliche Präzision und die Intensität, die aus dieser Einfachheit entsteht. Arvo Pärt gilt als ein führender Komponist der Gegenwart, dessen minimalistische und kontrapunktische Techniken viele europäische Komponisten beeinflusst hat. (Stand 2003, Quelle: Arvo Pärt)

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