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Orchester

 

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Das Niedersächsische Staatsorchester Hannover ist seit der Gründung des ›Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover‹ 1991 dessen Partner.

Die Geschichte des Niedersächsischen Staats­orchesters Hannover reicht bis in das Jahr 1636 zurück: Mitten im Dreißigjährigen Krieg gründete Herzog Georg von Calenberg eine Hofkapelle, die zunächst ein reines Konzert­orchester war. Heinrich Schütz, Agostino Steffani und Georg Friedrich Händel zählten zu den ersten Kapell­meistern, Jean Baptiste Farinelli zu den führenden Konzert­meistern dieser Anfangsphase. Erst im 19. Jahrhundert wurde aus der Hofkapelle ein Opern­orchester. Heinrich Marschner und Hans von Bülow sind bedeutende Kapell­meister, Joseph Joachim der heraus­ragende Konzertmeister dieser Zeit.

Zu den prägenden Generalmusik­direktoren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählten Rudolf Krasselt und Franz Konwitschny. Berühmte Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler, Otto Klemperer, Hans Knappertsbusch und Ferenc Fricsay leiteten Konzerte, Komponisten wie Franz Schreker, Igor Strawinsky, Hans Pfitzner und Paul Hindemith dirigierten Aufführungen ihrer Werke.

Seit dem 1. Januar 1970 gehört das Orchester zur Niedersächsischen Staatstheater Hannover GmbH und wird vom Land Nieder­sachsen als dessen größter Klangkörper finanziert. Es zählt zur Zeit 112 Mitglieder, seine Chefdirigentin ist seit 2011 Generalmusik­direktorin Karen Kamensek.

Das Orchester erarbeitet neben täglich wechselnden Opern­vorstellungen pro Spielzeit acht Sinfoniekonzerte sowie zahlreiche Sonder­konzerte, Kinder- und Jugend­konzerte. Außerdem gestaltet es eine eigene Kammer­konzertreihe mit acht Matineen pro Saison. Seit 2014 richtet das Orchester in Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Musik 21 Niedersachsen das Festival ›Klangbrücken‹ aus. Gastspiel­konzerte bei Festspielen wie den Wiener Festwochen, dem Edinburgh Inter­national Festival und im Brucknerhaus Linz sowie regelmäßige Rundfunk-Liveübertragungen von Opern­premieren bereichern den Alltag des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover.  (Stand 2015, Quelle: Nds. Staatsorchester)

 

NDR Radiophilharmonie

Vielfalt, Qualität und Tradition – das sind die Marken­zeichen der NDR Radiophilharmonie aus Hannover. Mit 86 hoch­qualifizierten Musikern erreicht das Rundfunk­sinfonieorchester Niedersachsens eine beeindruckende program­matische Vielfalt: so stehen neben dem großen klassisch-romantischen Repertoire auch die Alte Musik, Crossover-Projekte, Filmmusik und ein weit­gefächertes Konzertangebot für Kinder und Jugendliche im Zentrum der musikalischen Arbeit des Orchesters. Entsprechend groß ist das Spektrum der internationalen Spitzen­künstler, mit denen die NDR Radiophilharmonie zusammen­arbeitet. Zu ihnen zählen neben führenden Musiker­persönlichkeiten der Klassik­szene wie Anne-Sophie Mutter, Hilary Hahn, Rudolf Buchbinder, Andris Nelsons, Gustavo Dudamel, Kristjan Järvi oder Cornelius Meister auch Spezialisten für Alte Musik wie Reinhard Goebel, Giuliano Carmignola und Philippe Jaroussky. Und auch große Namen aus der Welt des Pop, Rock und Jazz waren und sind immer wieder zu Gast, namentlich Al Jarreau, Chet Baker, Dominique Horwitz, Herbert Grönemeyer oder Ute Lemper.

Diese Viel­fältigkeit hat bei der NDR Radiophilharmonie Tradition: 1950 als Orchester des Senders Hannover im damaligen NWDR gegründet, reichen die Wurzeln des Ensembles bis in die 1920er-Jahre zurück, als Hannovers erster Radiosender in Betrieb ging. Aufgrund der besonderen Anforderungen des Rundfunks war die künstlerische Exzellenz in einer Vielzahl von musikalischen Stilen von Beginn an wesent­licher Bestandteil der künst­lerischen Arbeit. Als ein musikalischer Bot­schafter Hannovers und Nieder­sachsens steht die NDR Radiophil­harmonie auch international in hohem Ansehen. In der jüngeren Vergangen­heit präsentierte sich das Rundfunk­orchester bei Konzertreisen u. a. in Japan und Südamerika, zur Jahres­wende 2013/2014 gastierte die NDR Radiophil­harmonie in China. Besonders hervor­zuheben sind zudem wieder­holte Gastspiele beim Pisa Festival, den Clubhaus-Konzerten in der Schweiz oder dem norwegischen Bergen International Festival. Im Oktober 2011 gab das Orchester sein umjubeltes Debüt in der ausver­kauften Royal Albert Hall in London, im März 2012 gastierte die NDR Radiophil­harmonie erstmalig beim Abu Dhabi Festival.
Seit der Saison 2014/2015 ist Andrew Manze neuer Chefdirigent des Orchesters.   (Stand 2015, Quelle: NDR)

 

Münchener Kammerorchester

Eine außer­gewöhnlich kreative Programm­gestaltung in Verbindung mit der in kontinuier­licher Arbeit gewachsenen Homogenität des Klangs: mehr als 60 Jahre nach seiner Gründung in der unmittelbaren Nachkriegszeit präsentiert sich das Münchener Kammerorchester heute als Modellfall in der deutschen Orchester­landschaft. Unter einem Saison-Motto – ›Politik‹, ›Alpen‹, ›Jenseits‹, ›Architektur‹, ›Ostwärts‹, ›Drama‹ oder ›Kindheit‹ – konfrontieren die Programme des MKO Werke früherer Jahr­hunderte assoziativ, spannungs­reich und oft über­raschend mit Musik der Gegenwart.

Mehr als siebzig Urauf­führungen hat das Kammer­orchester zu Gehör gebracht, seit Christoph Poppen 1995 die Künstlerische Leitung übernahm und das unverwechselbare dramaturgische Profil des Klangkörpers begründete. Komponisten wie Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm, Tan Dun, Chaya Czernowin und Jörg Widmann haben für das Kammerorchester geschrieben; allein seit 2006 hat das MKO Aufträge u. a. an Erkki-Sven Tüür, Thomas Larcher, Bernhard Lang, Nikolaus Brass, Samir Odeh-Tamimi, Klaus Lang, Mark Andre, Peter Ruzicka, Márton Illés, Miroslav Srnka und Tigran Mansurian vergeben. Alexander Liebreich, der zur Spielzeit 2006/07 Poppens Nachfolge antrat, setzt auf die Erlebnis­qualität und kommunikative Intensität zeitge­nössischer Musik. Neben den Donnerstag­abenden im Prinzregententheater, der Haupt­spielstätte des Orchesters, hat das Kammerorchester in den ver-gangenen Jahren eine Reihe ungewöhnlicher Konzert­formate etabliert. Ein ebenso kundiges wie großes Publikum finden – nun schon in der zwölften Saison – die ›Nachtmusiken‹ in der Rotunde der Pinakothek der Moderne. Diese Konzerte widmen ihr komplettes Programm einem Kompo­nisten des 20. oder 21. Jahrhunderts. Rund sechzig Konzerte pro Jahr führen das Orchester außer­dem auf wichtige Konzertpodien in aller Welt. In den letzten Spiel­zeiten standen u. a. Tourneen nach Asien, Spanien, Skandinavien und Südamerika auf dem Plan. Bei ECM Records sind Aufnahmen des Orchesters mit Werken von Karl Amadeus Hartmann, Sofia Gubaidulina, Tigran Mansurian, Giacinto Scelsi, Thomas Larcher, Isang Yun und Joseph Haydn sowie von Toshio Hosokawa erschienen. Weitere Einspielungen mit dem MKO wurden bei Sony Classical veröffentlicht.  (Stand 2015, Quelle: Münchener Kammerorchester)