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Jury 2015

Salvatore Accardo

Accardo

Salvatore Accardo hatte 1954 im Alter von 13 Jahren seinen ersten öffentlichen Soloauftritt. Mit 15 gewann er 1956 den Violinwettbewerb in Genf, gefolgt vom 1. Paganini-Wettbewerb in Genua 1958. Sein umfangreiches Repertoire reicht von barocken Werken bis zur zeitgenössischen Musik. Zu den Komponisten, die für Accardo Werke geschrieben haben, zählen unter anderen Sciarrino, Donatoni, Piston, Piazzolla und Xenakis.

Accardo steht regelmäßig mit den besten Orchestern der Welt auf der Bühne. Neben seiner Karriere als Solist ist er auch als Dirigent tätig. Accardos Liebe zur Kammermusik und zur Förderung junger Talente führten zur Gründung
 der ›Walter Stauffer Akademie‹ in Cremona (1986) und des Quartetto Accardo (1992). 1971 spielte er bei der Eröffnungszeremonie von ›Le Settimane Musicali Internazionali‹ in Neapel, dem ersten internationalen Musikfestival, das seine Zuhörer öffentliche Proben besuchen ließ.

 Im Jahr 1987 gab Accardo sein umjubeltes Debüt als Operndirigent beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Salvatore Accardo hat mit den Labels Decca, Deutsche Grammophon, EMI und Sony zahlreiche CDs eingespielt. Seine Diskographie präsentiert ein unvergleichbares musikalisches Erbe, das sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. 1982 überreichte der italienische Präsident Accardo die höchste Würde des Landes – den ›Cavaliere di Gran Croce‹ (Verdienstorden
der Italienischen Republik). 1996 folgte eine Ehrenprofessur in Peking und 1999 die höchste Auszeichnung Monacos (›Commandeur dans l’ordre du mérit culturel‹).
Im Jahr 2002 wurde Accardo die Auszeichnung ›Una Vita per la Musica‹ verliehen. 1996 gründete Accardo das Orchestra da Camera Italiana (O.C.I.) neu – ein Ensemble, das aus den besten Studenten und Absolventen der ›Walter Stauffer Akademie‹ in Cremona besteht. Mit dem O.C.I. hat Accardo neben Auftritten auf internationalen Festivals zahlreiche CDs eingespielt.

Accardo spielt eine Guarneri del Gesù Violine (Ex-Hart) aus dem Jahr 1730.

  (Stand 2015, Quelle: Salvatore Accardo)

 

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Rudolf Koelman

KoelmanDer Niederländische Geiger Rudolf Koelman, einer der letzten Schüler des legendären Jascha Heifetz, tritt weltweit als Solist mit zahlreichen namhaften Orchestern wie KBS Symphony Orchestra, Tokyo Philharmonic Orchestra, the Royal Concertgebouw Orchestra, Amsterdam Sinfonietta, Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Queensland Symphony Orchestra, WDR Sinfonieorchester und vielen anderen auf.

Bis 1999 war Rudolf Koelman erster Konzertmeister des Royal Concertgebouw Orchester. An der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) hat er eine Professur, er gibt weltweit Meisterkurse und wird regelmäßig als Juror zu internationalen Violinwettbewerben eingeladen.

Rudolf Koelman hat zahlreiche TV-, Radio- und CD- Aufnahmen gemacht, unter anderen live Aufnahmen der 24 Capricci und der beiden Violinkonzerte 1 & 2 von Paganini. Für letztere CD hat er den begehrten ›Edison Award 2010‹ für die populärste klassische CD in der Niederlanden erhalten.

Koelman spielt eine Stradivari 1721 und eine Pressenda 1829.

(Stand 2015, Quelle: Rudolf Koelman)

 

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Boris Kuschnir

KuschnirBoris Kuschnir, geboren 1948 in Kiew, studierte am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium Geige bei Boris Belenkij und Kammermusik bei Vladimir Berlinskij (Borodin Quartett). Nachhaltigen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatten seine wiederholten Begegnungen mit Dmitrij Schostakowitsch und David Oistrach, bei dem er auch Unterricht nahm.

Er war Gründungsmitglied des Moskau Streichquartett mit dem er 9 Jahre lang musizierte. Er hat auch das Wiener Schubert Trio und das Wiener Brahms Trio gegründet und hat zahlreiche CD-Aufnahmen für Labels wie EMI, Naxos und Nimbus Records eingespielt. Er gewann zahlreiche Preise bei internationalen Geigen- und Kammermusikwettbewerben (Paris, Belgrad, Sion, Trapani, Bratislava, Florenz, Triest, Hamburg). Seit 2003 ist er auch Mitglied des Kopelman Quartetts.

Boris Kuschnir ist Professor an der ›Universität für Musik und darstellende Kunst Graz‹ sowie am ›Konservatorium Wien Privatuniversität‹. Sein ausgezeichneter Ruf als Lehrer fand internationale Anerkennung mit den großen Erfolgen seiner Schüler, insbesondere Julian Rachlin, Nikolaj Znaider, Lidia Baich, Dalibor Karvay und Alexandra Soumm. Zu seinen Kammermusikpartner zählen Persönlichkeiten wie Elisabeth Leonskaja, Boris Berezovsky, Leif Ove Andsnes, Jean-Yves Thibaudet, Julian Rachlin, Nikolaj Znaider, Maxim Vengerov, Renaud Capucon, David Garrett, Yuri Bashmet, Misha Maisky, Natalia Gutman, Gautier Capucon und Sol Gabetta.

Er ist auch immer wieder als Dozent von Meisterklassen sowie Jurymitglied internationaler Wettbewerbe (wie Königin Elizabeth in Brüssel, Tschaikowsky in Moskau, Indianapolis, Nicolo Paganini in Genua, Jacques Thibaud in Paris) tätig. 2008 verlieh der Österreichische Bundespräsident Boris Kuschnir das ›Grosse Silberne Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich‹ und im Jahre 2013 dann das ›Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse‹.

Boris Kuschnir spielt die Meister-Stradivari ›La Rouse-Boughton‹, Cremona, 1698, die ihm 1991 in Anerkennung seiner künstlerischen Leistung von der Österreichischen Nationalbank verliehen wurde.   (Stand 2015, Quelle: Boris  Kuschnir)

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Silvia Marcovici

MarcoviciSilvia Marcovici, geboren in Rumänien ist eine der bekanntesten und meist beachteten Violinistinnen dieser Zeit.

Die Berliner Morgenpost schrieb zu ihrem Auftritt mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Marcello Viotti: »Mit der Performance von Tschaikowskys Violinkonzert zeigte Silvia Markovici eine erstaunlich vollkommene Klangfülle, die die Dimension ihrer künstlerischen Fähigkeiten widerspiegelt; lieblicher Ton, faszinierende Flexibilität jeder Phrase, feuriges Temperament und eine außergewöhnliche Energie, die ihrer Interpretation eine eindrucksvolle Kraft geben, ohne sentimental zu wirken.«

Als Studentin von Professor Stefan Ghiorgiu an der Musikhochschule in Bukarest, debütierte sie mit 16 Jahren mit dem Residentie Orkest of The Hague unter Bruno Maderna. Sie gewann Erste Preise beim Jacques Thibaud Wettbewerb und dem Internationalen George Enescu Wettbewerb. Seitdem ist Frau Marcovici mit führenden Orchestern und vielgefeierten Dirigenten wie Claudio Abbado, Bernard Haitink, Simon Rattle, Kurt Masur, Zubin Mehta, Neeme Järvi überall auf der Welt aufgetreten. Sie trat als Solistin mit den meisten Weltorchestern wie z. B. dem Royal Philharmonic Orchestra, den New Yorker Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem Chicago Symphony Orchestra auf.

Als facettenreiche Musikerin mit faszinierender Bühnenpräsenz, ist sie auch kammermusikalisch aktiv. Sie gibt regelmäßig Kammerkonzerte mit Pianisten wie Pascal Roger, Boris Berezovsky und Aimo Pagin sowie Cellist David Geringas. Einer ihrer unvergessenen Auftritte in letzter Zeit war beim Festival de Radio France in Montpellier mit Evgeny Kissin und Alexandre Kniasev.

Silvia Marcovici hat zahlreiche von Kritikern gefeierte Aufnahmen herausgebracht. Unter ihnen das Sibelius Violinkonzert mit dem Göteborg Symphony Orchestra unter der Leitung von Neem Järvi. Nicht zuletzt ist sie eine leidenschaftliche Lehrerin. Zur Zeit als Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz.  (Stand 2015, Quelle: Silvia Marcovici)

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Lucie Robert

Robert

Die Violinistin Lucie Robert wurde in Montréal geboren und wird weltweit von Kritikern und Konzertbesuchern für die ausdrucksstarke Gesanglichkeit und die Klangschönheit ihres Spiels gelobt. Die New York Times pries ihren »schmelzenden Klang« und ihre »wunderbar geschmeidige Phrasierung«. In diesem Sinn führt Robert die große Violintradition ihres legendären Lehrers Josef Gingold fort.

Als Solistin und Kammermusikerin trat Lucie Robert in zahlreichen Konzerthäusern der Vereinigten Staaten sowie in Kanada, Europa und Asien auf. Mit Begleitung namhafter Orchester führte sie mehr als 30 verschiedene Werke als Violinsolistin in ganz Nordamerika auf. Zu ihren Kammermusikpartnern zählten Menahem Pressler, Richard Goode, Claude Frank, Philippe Entremont und Isidore Cohen. Zu den Radiosendern, die Roberts Darbietungen ausgestrahlt haben, zählen das National Public Radio, das CBC Radio Network, Radio Canada und Radio France. Ihre Einspielungen der Violinsonaten von Fauré und Saint-Saëns wurden von Kritikern gepriesen.

Robert ist Mitgestalterin diverser Sommermusikfestivals und unterrichtete auf Festivals wie Bowdoin, dem American Conservatoire in Fontainebleau, Meadowmount, der MusicAlp Academy, dem Musicorda Festival, dem Orford Festival, dem Busan Music Festival, dem Hida-Takayama Festival und dem Texas Music Festival.

Als gefragte Violinpädagogin ist Lucie Robert bereits seit über 25 Jahren Professorin an der Manhattan School of Music und dem Mannes College of Music in New York City. Ihre Schüler gewannen zahlreiche internationale Wettbewerbe, darunter die Indianapolis, Young Concert Artists, Paganini, Sendai, China und Szigeti Wettbewerbe. Zudem ist Robert gefragte Preisrichterin für internationale Wettbewerbe wie dem ›Montreal International Violin Competition‹, dem ›International Fritz Kreisler Violin Competition‹, dem ›József Szigeti International Violin Competition‹ und dem ›Seoul International Violin Competition‹.

Lucie Robert ist künstlerische Leiterin der Konzertserie ›Mannes in Unison‹ in New York City.

(Stand 2015, Quelle: Lucie Roberts)

 

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Kaija Saarikettu

SaarikettuKaija Saarikettu studierte bei Onni Suhonen an der Sibelius Academy in Helsinki und schloss ihr Studium bei Endre Wolf in Schweden ab. Ihre internationale Karriere begann im Jahr 1980, als sie als Gewinnerin aus einem nationalen Violinwettbewerb hervorging und die Endrunde des ›Jean Sibelius International Violin Competition‹ erreichte. Seither tritt Saarikettu als Solistin und Kammermusikerin in Skandinavien, Estland, Russland, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und den Vereinigten Staaten auf.

Ihre Leidenschaft für zeitgenössische Musik und ihre Verbindung zu renommierten finnischen Komponisten führten dazu, dass zahlreiche neue Werke für sie komponiert wurden – darunter acht Violinkonzerte.

Kaija Saarikettu steht mit den CD-Labels Finlandia, Ondine und Alba unter Vertrag. Ihre jüngste Einspielung umfasst sämtliche Werke für Violine und Klavier von Jean Sibelius.

Zudem unterrichtet Saarikettu an der Sibelius Academy und gibt jährliche Meisterkurse in Finnland und in anderen Ländern. Sie wird regelmäßig als Jurymitglied internationaler Violinwettbewerbe berufen. (Stand 2015, Quelle: Kaija Saarikettu)

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Takashi Shimizu

Takashi Shimizu kam in Yokosuka, Japan zur Welt. Mit 6 Jahren begann er Violine zu spielen und gewann nur drei Jahre später den größten nationalen Schülerwettbewerb in Japan. Im gleichen Jahr hatte er sein TV Debüt, als er mit dem NHK Symphony Orchestra bei der Hochzeitfeier des japanischen Prinzen Hitachi auftrat. Mit 17 Jahren gelang es ihm drei Erste Preise bei Wettbewerben zu gewinnen, dadurch wurde ihm in Japan große öffentliche Aufmerksamkeit zuteil. Er gewann ein Stipendium für das Studium an der University of Southern California unter Maestro Jascha Heifetz. Danach studierte er bei Michèle Auclair und Yfrah Neaman.

Es folgten viele Hauptpreise bei internationalen Violinwettbewerben wie z. B. Jacques Thibaud, Carl Flesch, Granada und Queen Elisabeth. Er debütierte mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Yehudi Menuhin in Europa und spielte im Anschluss mit Top-Orchestern auf der ganzen Welt.

Außerdem war er auch im Bereich der Kammermusik sehr aktiv. Neben regelmäßigen Auftritten mit Martha Argerich trat er mit Fou Ts’ong, Ivry Gitlis, Bruno Canino, Yuri Bashmet, Mario Burnello, Alexander Rudin, Pavel Gililov, Misha Maisky und vielen anderen auf.

Derzeit unterrichtet er an der Tokyo National University of Arts und ist als Juror verschiedener Wettbewerbe in Japan und dem Ausland gefragt wie z. B. Tschaikowsky, Queen Elisabeth, Long-Thibaud, Jean Sibelius, Paganini, Fritz Kreisler. Beim Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover war er 2009 in der Vorauswahljury.   (Stand 2015, Quelle: Takashi Shimizu)

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Weidong Tong

TongWeidong Tong unterrichtet als Professor an mehreren renommierten Musikinstituten Chinas. Er ist Mitglied diverser professioneller Organisationen und Generalsekretär des Organisationskomitees des Internationalen Violinwettbewerbs Qingdao. Im Jahr 2012 war er künstlerischer Leiter und Direktor des Internationalen Menuhin-Violinwettbewerbs am Zentralkonservatorium in Peking sowie Juryvorsitzender des Hong Kong International Violin Competition 2013.

Zu Tongs Lehrern zählten Wang Shanxiu, Hu Weimin, Sui Keqiang, Professor Lin Yaoji und Professor Jörg-Wolfgang Jahn. Er gewann den 2. Platz des China-Jugendviolinwettbewerbs (1984) und erhielt 1996 ein Stipendium des DAAD. Die Nationale Bildungskommission entsandte ihn mit einem Stipendium der chinesischen Regierung zum Studium nach Deutschland, wo er 1998 sein Diplom machte. 2008 gewann er den 2. Platz der Beijing City Education Achievements und 2009 erhielt er für seine Lehrtätigkeit den Baogang Excellent Teacher Award.

Viele Schüler Tongs gewannen Preise bei internationalen Violinwettbewerben. Als Jurymitglied war er bei zahlreichen Wettbewerben tätig, darunter dem China International Violin Competition, dem Isangyun Violin Competition und dem Singapore International Violin Competition.

Weidong Tong hat Meisterkurse an neun chinesischen Konservatorien gegeben. Zudem war er künstlerischer Leiter der Qingdao International Musician Master Class, dem renommiertesten Meisterkurs Chinas. Im September 1999 gründete er das Quartett am Zentralkonservatorium, mit welchem er seither erfolgreich konzertiert. In Ungarn spielte er mit dem Kodály Bartók Quartett; zudem besuchte er Meisterkurse bei Stern und Rostropowitsch. Tong trat beim Internationalen Musikfestival Peking sowie beim Memphis Music Festival in den Vereinigten Staaten auf.

Von März 2004 bis März 2007 wurde er vom größten Fernsehsender in China (CCTV) als Gastdozent für einen Violinkurs berufen. Das Programm wurde in wöchentlichen Abständen ausgestrahlt und fand bei Musikliebhabern und professionellen Musikern in China positiven Anklang. Ein Video des Kurses wurde als DVD von der China International TV Corporation herausgegeben.   (Stand 2015, Quelle: Weidong Tong)

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Ingolf Turban

TurbanSolist in den Philharmonien von Berlin und München, im Kennedy Center in Washington, in der New Yorker Avery Fisher Hall, in der Züricher Tonhalle, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, Suntory Hall Tokyo oder der Mailänder Scala, mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Charles Dutoit, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin, Jun Märkl, Andris Nelsons und Marcello Viotti, trägt Ingolf Turban neben den Werken der großen Violinliteratur ein zum Teil nie gehörtes Repertoire in die Welt.

Allein sein Einsatz für das Werk Niccolò Paganinis feiert ungewöhnliche Erfolge, wie im März 2006 mit den New Yorker Philharmonikern; sowie mit der Gesamteinspielung der 6 Violinkonzerte (Telos Records) und in der Fernsehdokumentation „Paganinis Geheimnis“ (merkur.tv 2006). Sein umfangreiches Repertoire aller Stilrichtungen ist mittlerweile auf über 40 CD- Produktionen dokumentiert. Einst vielbeachtete Ersteinspielungen, sind viele Werke heute in das gängige Konzertrepertoire eingeflossen.

Er war Jurymitglied beim ARD-Wettbewerb 2009 und dem Premio Paganini 2010 in Genua. 2005 gründete er das Kammerorchester „I Virtuosi di Paganini“. Im Jahre 2006 folgte Ingolf Turban, der bis dahin 11 Jahre an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unterrichtet hatte, dem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München.

Ingolf Turban lebt mit seiner Familie in München.   (Stand 2015, Quelle: Ingolf Turban)

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Krzysztof Wegrzyn1

Der künstlerische Leiter des ›Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover‹, Krzysztof Wegrzyn, ist zugleich der Initiator dieses herausragenden Musikereignisses in Niedersachsen. Krzysztof Wegrzyn wurde in Danzig geboren und absolvierte seine Ausbildung in Warschau, Freiburg im Breisgau und London. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er durch die Zusammenarbeit mit Zenon Brzewski, Wolfgang Marschner, Yfrah Neaman und Dorothy DeLay. 

Krzysztof Wegrzyn war langjähriger Erster Konzertmeister des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und ist seit 1993 Professor und seit 2012 auch Vizepräsident an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seine Geigenklasse ist weit über nationale Grenzen hinaus bekannt, viele seiner Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und Mitglieder führender Orchester.

Krzysztof Wegrzyn ist selbst Preisträger renommierter internationaler Wettbewerbe wie Louis Spohr und Montreal sowie Sieger der Karol Szymanowski- und Rodolfo Lipizer-Violinwettbewerbe. Noch heute führen ihn Konzertauftritte regelmäßig ins In- und Ausland, wobei er neben dem Standardrepertoire besondere Verdienste um die Werke von zeitgenössischen Komponisten wie Lutoslawski, Ligeti, Nono, Schnittke, Pärt und Penderecki erworben hat.

Die Leitung von Meisterklassen in Europa, den USA und Asien ist ein weiterer Schwerpunkt seiner künstlerisch-pädagogischen Arbeit, u. a. in Holland Music Sessions, Ishikawa Music Academy, Keshet Eilon, Great Mountains Music Festival sowie Konservatorien in Seoul, Shanghai, New York und Tokio. Darüber hinaus wird Krzysztof Wegrzyn regelmäßig in internationale Jurys berufen, wie zuletzt zu den Tschaikowski-, Kreisler-, Paganini-, ARD- und Sendai-Wettbewerben.

Seit vielen Jahren engagiert er sich für die Kammermusik und ist Gründer des Ensembles ›il gioco col suono‹. 2004 wurde Krzysztof Wegrzyn der Musikpreis des Landes Niedersachsen für seine Verdienste um das Musikleben verliehen.  (Stand 2015)

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1Vorsitzender der Jury, ohne Stimmrecht