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Henryk Mikolaj Górecki

Henryk Mikolaj Górecki wurde 1933 bei Rybnik in Schlesien geboren. Seine Musikausbildung erhielt er in Rybnik und Katowice. Bereits Mitte der 50er Jahre erregten seine Kompositionen als Beitrag zur polnischen Avantgarde Aufsehen.

Góreckis frühe Werke zeigen eine klare Entwicklung von der Volksmusik-Tradition eines Syzmanowski oder Bartók bis hin zu den modernen Techniken. Seine Symphonie Nr. 1 (1959) zeigt dies besonders deutlich. In den 60er Jahren verlief Góreckis Entwicklung einerseits radikaler, etwa in den Zyklen ›Genesis‹ (1962-63) und ›Muzyczka‹ (1967-70). Andererseits knüpfte er weiterhin an die Volksmusiktradition der Tatra an (›Three Pieces in Old Style‹, 1963).

Der einfache aber monumentale Stil, der Góreckis Arbeit heute kennzeichnet, entwickelte sich in den 70er Jahren in solchen Werken wie der Symphonie Nr. 2 ›Copernican‹ (1972) und der vielgelobten Symphonie Nr. 3 ›Symphony of Sorrowful Songs‹ (1976) sowie ›Beatus Vir‹ für Chor und Orchester (1979). Górecki zog sich in den 80er Jahren aus der Öffentlichkeit zurück und widmete sich zunehmend der Chor- und der Kammermusik.

Ende der 80er Jahre erfreute sich die Musik Henryk M. Góreckis zunehmend internationaler Beliebtheit. Dieses erneute Interesse führte auch zu zwei Auftragswerken für das Kronos Quartett, ›Already It Is Dusk‹ (1988) und ›Quasi una fantasia‹ (1991). Seine Musik wird bei zahlreichen internationalen Festivals gespielt und ist in einer erfolgreichen Aufnahmereihe für Nonesuch und Decca Argo festgehalten. (Stand 1997, Quelle: Henryk Mikolaj Gorecki)

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