Noch Tage...

Mythos Stradivari

Florian Leonhard im Gespräch mit Harald Eggebrecht

Wenn von Geigen die Rede ist, fällt unweigerlich der Name Antonio Stradivaris, des berühm­testen aller italienischen Geigen­bauer, von denen einige der wichtigsten in Cremona lernten und arbeite­ten. Von seinen rund 1000 Violinen sind noch etwa gut vier­hundert spielbar. Doch nicht alle sind gleicher­maßen herausragend wie zum Beispiel die in letzter Zeit viel erwähnte ›Lady Inchiquin‹, die über zehn Jahre der deutsche Geiger Frank Peter Zimmermann spielte.

Doch auch Giuseppe Guarneri del Gesù oder Carlo Bergonzi haben grandiose Instrumente gebaut. Außerdem gab es Geigen­bau­schulen auch in Venedig, Rom, Mantua, Brescia. Wieso ist die von Andrea Amati im 16. Jahr­hundert entwickelte und verfeinerte Form der Violine nurmehr in Nuan­cen verändert worden? Was hat es mit den vermeintlichen Geheim­nissen von Holz, Lack und ande­rem auf sich?

Was aber ist mit modernen Geigen, wer ist heute Stradivaris Nach­folger und wie steht es um Violi­nen aus Kunst­stoff, Carbon et cetera? Zu all diesen und mehr Fragen wird Florian Leonhard, be­rühmter Geigen­spezialist aus London, gewiss interessante Antworten haben im Gespräch mit Harald Eggebrecht.

 

Moderation: Harald Eggebrecht (Journalist für die Süddeutsche Zeitung und andere Publikationen)
Gäste: Florian Leonhard (Geigenspezialist und Restaurator), Suyoen Kim (Erste Preisträgerin ›Joseph Joachim International Violin Competition‹ 2006)


Harald Eggebrecht

Dr. Harald Eggebrecht, geboren 1946 in Helmstedt, studierte Lite­ratur-, Musik- und Kunst­wissenschaft in München und Berlin. Von 1981-87 war er Kultur­redakteur beim NDR. Heute arbeitet er als freier Autor vor allem für die Süd­deutsche Zeitung. Er ist Jury- Mitglied verschiedener Literatur-Gremien (u. a. Publi­zistik­preis der Landes­haupt­stadt München) und Musik­wettbewerbe (u. a. Louis Spohr Wett­bewerb Weimar, Klassik Preis Österreich – GRADUS AD PARNASSUM, ARD-Wettbewerb München, Inter­nationaler Joseph Joachim Violin­wett­bewerb Hannover). Seine Vorträge über Musik sind überall äußerst gefragt (z. B. Heidel­berger Frühling, Nymphen­burger Sommer). Unter seinen zahl­reichen Veröffentli­chungen über Literatur, Kunst und Musik (u. a. über Goethe, Karl May, Sergiu Celibidache, Henri Rousseau, Philipp Otto Runge) gelten die beiden Bücher über ›Große Geiger‹ und ›Große Cellisten‹ als Standard­werke der Musik­literatur.